1 Zone (Freizeitgruppe Gestaltung)

Location: Deutschland

Instagram:

Der Künstler sagt selbst über sein Werk Folgendes: “„Nadir“ steht als Gegenpol zum Zenit und begleitet mich bereits seit geraumer Zeit.

Der Nadir bezeichnet den Punkt unterhalb des Betrachters – den Standpunkt unter den eigenen Füßen, während der Blick zum Himmel gerichtet ist.

Er kann einen Ausgangspunkt markieren, an dem Veränderung beginnt, oder einen Moment des Innehaltens, der Reflexion und des bewussten Geschehenlassens.

Dieser Moment kann in Form einer gezeichneten Linie sichtbar werden – zumindest im Prozess, im gegenwärtigen Augenblick.

Die Linie verläuft wie die Zeit selbst: als Strich, als Strahl, als mit der Sprühdose gezogene Spur – unmittelbar und kompromisslos. Deshalb wird sie in einem kreisrunden Rahmen gefasst.

Die Linie verzeiht nichts. In ihr gibt es weder Zukunft noch Vergangenheit. Mit ihr lässt sich kommunizieren, indem man sie während des Entstehungsprozesses betrachtet. Natürlich kann eine Vorstellung davon bestehen, wie sie sich verhalten soll. Wie sie diese Vorstellung jedoch umsetzt, bleibt ihr überlassen.

Sprühlack „Onliner“ – die Dose nicht absetzen, bis sie vollständig entleert ist.”

Markus (zone56) Esche
Freizeitgruppe Gestaltung
2026

The artist himself says the following about his work: “‘Nadir’ stands as the opposite pole to the zenith and has been accompanying me for quite some time.

The nadir designates the point directly below the observer – the footing beneath one’s own feet while the gaze is directed toward the sky.

It can mark a starting point where change begins, or a moment of pause, of reflection, and of consciously letting things happen.

This moment can become visible in the form of a drawn line – at least in the process, in the present moment.

The line moves like time itself: as a stroke, as a ray, as a trail drawn with a spray can – immediate and uncompromising. That is why it is framed in a circular border.

The line forgives nothing. In it, there is neither future nor past. One can communicate with it by observing it during the creation process. Naturally, there can be an idea of how it should behave. How it actually executes this idea, however, is left up to the line itself.

Spray paint ‚Onliner‘ – do not release the can until it is completely emptied.”

Markus (zone56) Esche

Freizeitgruppe Gestaltung

2026

2 D!VE

Location: Irland

Instagram: @diveartworks

Auf dem Boden und an den Wänden
findest du rote Hände und Füße. Sie führen zu diesem Bild “D!VE nennt den Weg den “Weg zur Hölle”

Folge den roten Spuren.
Wohin führen sie dich?

D!VE hat auf dem Gelände mehrere Bilder gemacht.

Ein weiteres Werk findet sich im Außenbereich des Silokellers. Um D!VEs Werke zu finden, kann man einfach den roten Hand – und Fußspuren an den Wänden und auf dem Boden folgen. Rote Hände (und Füße) werden oft als politisches Ausdrucksmittel genutzt. Hier hat es keine politische Bedeutung, sondern markiert den „Weg zur Hölle“, zur Arbeit im Außenbereich des Silokellers, die den Teufel darstellt.

D!VE created several artworks across the site.

Another piece can be found in the outdoor area of the silo cellar. To find D!VE’s works, you can simply follow the red handprints and footprints on the walls and on the floor. Red hands (and feet) are often used as a means of political expression. Here, however, they have no political significance; instead, they mark the ‘path to hell’ – to the work taking place in the outdoor area of the Silokeller, which represents the devil.

3 Eye

Location:  UK

Instagram: @0___________o_

Dieser Raum hat den Künstler Eye  an eine große Kirche erinnert. Der Raum ist hoch und dunkel.

Eye hat hier höher gemalt als je zuvor.

Stell dich vor das Bild.
Schau nach oben.
Fühlst du dich hier groß oder klein?

Klatsch einmal in die Hände. Was hörst du?

Eye ist Grafikdesigner, kommt aber ursprünglich aus dem Graffitti. Sein Stil ist eine Mischung aus dem Minimalismus der 60er Jahre und Tags. Er war nur drei Tage an diesem Ort. Die Hallen haben ihn an eine Kathedrale erinnert. Er wollte diese kirchliche Stimmung mit seiner Kunst verbinden.

Sein Bild sollte wie eine schnelle Zeichnung aussehen, ist aber sehr durchdacht und komplex. Er malt hauptsächlich mit einer Rolle und verwendet Sprühdosen für die Details, die man Drippings nennt.Er hat noch nie so hoch gearbeitet wie hier. Zuerst macht er Skizzen und schnelle Kompositionen. Diese passte er dann an der Wand noch einmal an. Es ist sein erstes Festival, denn normalerweise malt er illegal.

Eye is a graphic designer, but his background is in graffiti. His style is a blend of 1960s minimalism and tags. He spent just three days at this location. The halls reminded him of a cathedral. He wanted to combine this church-like atmosphere with his art.

His piece was intended to look like a quick sketch, but it is actually very well thought-out and complex. He mainly paints with a roller and uses spray cans for the details, known as ‘drippings’.

He has never worked at such a height before. First, he makes sketches and quick compositions. He then adjusted these further on the wall. This is his first festival, as he usually paints illegally.

4 le dudds

Location: Deutschland

Instagram: @le_dudds

Le Dudds malt Zeichen.
Die Zeichen sehen aus wie Schrift.
Aber sie gehören zu keiner Sprache.

Stell dir vor: Das ist eine neue Sprache.
Was steht dort?

le dudds ist zum ersten Mal auf der ibug. Hier arbeitet er in den Silos an seiner bisher größten Wand. Er beschäftigt sich mit Kalligraphien, die Schrift ist jedoch nicht zu lesen. Seinen Stil bezeichnet er deshalb als “Antikalligraphie”, da man zwar sehr schön schreiben können muss, aber keine wirkliche Sprache entsteht.

Für ihn selbst ist seine Schrift ein zwar unverständlicher und nicht lesbarer Ausdruck. Dennoch teilt er sich dadurch künstlerisch mit und hat das Gefühl, damit etwas sagen zu können.

Le dudds hat drei verschiedene Schriftstile entwickelt. Die Farben dafür mischt er mit Pigmenten selbst. Normalerweise arbeitet er nicht nach einem festen Konzept, sondern macht alles im Freestyle.

Eine besondere Herausforderung für ihn waren die gewölbten Wände und der unebene Untergrund. Andererseits findet er aber genau diese Gegebenheiten auch sehr spannend. Gerade die halbrunden Wände wirken auf ihn wie ein Portal in eine andere Dimension.

Le Dudds is at ibug for the first time. Here, he’s working on his largest wall piece to date in the silos. He focuses on calligraphy, though the writing is illegible. He therefore describes his style as “anti-calligraphy,” since it requires the ability to write beautifully but doesn’t result in a real language.

To him, his writing is an incomprehensible or illegible form of expression. Nevertheless, he uses it as a means of artistic expression and feels that he can convey something through it.

He has developed three different writing styles. He mixes the colors for them himself using pigments. He usually doesn’t work according to a fixed concept but does everything freestyle.

The curved walls and uneven surface present a particular challenge for him. On the other hand, he finds these very conditions to be particularly exciting. The semicircular walls, in particular, seem to him like a portal to another dimension.

5 plusminus3

Location:

 Deutschland

Instagram: @plusminusdrei

Der Raum ist rund.
Das Bild ist auf mehreren Wänden.

Bewege dich durch den Raum.
Suche den richtigen Platz.

Von einem Platz sieht das Bild plötzlich flach aus.

Hast du den Platz gefunden?

PlusMinus3 arbeiten mehr oder weniger zu dritt. In dem halbrunden Raum haben sie mit Blickwinkeln experimentiert. Sie haben sich von den Gegebenheiten vor Ort inspirieren lassen und versucht eine optische Täuschung zu kreieren. Die runde Wand soll für die Besuchenden so aussehen, als wäre sie eine gerade Leinwand.

Es ist die stärkste optische Täuschung, die sie je gemacht haben. Ursprünglich wollte PlusMinus3 nur mit Grün arbeiten, später haben sie auch pinke Elemente hinzugefügt.

Sie haben den Entwurf erst am Computer erstellt und dann an die Wand gebracht. Es gibt zwei feste Sichtachsen im Raum. Rote Punkte markieren, wo man sich hinstellen soll.

PlusMinus3 usually works as a group of three. In the silos, they made a work that plays with how you see space. They got ideas from the festival site itself and wanted to create a trick for the eye. The half-circle room is meant to look to visitors like a flat, straight screen, through this eye trick.

It is the biggest illusion they have ever tried to make. At first they used only green, but the work changed over time to also include pink.

They planned the idea step by step on the computer, then painted it on the wall. There are two fixed spots to stand in the room, marked with red dots, where visitors can look from.

6 Dirk Hornschuch

Location:

 Deutschland

Instagram: @hkrid

Das Video ist ganz nah am Boden.
Es ist auf Höhe der Hühner.
Du siehst die Welt vom Standpunkt eines Huhns.

Geh einmal in die Hocke.
Was siehst du von hier unten?

Dirk Hornschuch ist Medienkünstler. Er hatte bereits einige große Karten auf einer Brache gesammelt und mit Käfern und anderen Insekten bemalt.

Er war mit der Umsetzung seiner Ideen aber nicht zufrieden und wollte die sakrale Stimmung  der Silos in sein Werk aufnehmen.

Schließlich hat er sich für eine ältere Videoarbeit von Hühnern und Tauben entschieden, die er neu geschnitten hat. Diese besteht aus verschiedenen Bildmaterialien von Hühnerschauen, Wettbewerben und anderen Aufnahmen.

Alle Aufnahmen sind aus der Point of view Perspektive, also der Augenhöhe der Vögel gedreht. Dirk findet den Gedanken interessant , dass alle Menschen ein unterschiedliches künstlerisches Empfinden haben. Manche Menschen gehen in Hühnerausstellungen und manche in Kunstausstellungen.

Dirk Hornschuch is a media artist. He had already collected a number of large cards from a fallow field and painted them with beetles and other insects.

However, he was not satisfied with the realisation of his ideas; he then wanted to incorporate the sacred atmosphere of the silo cellar and finally opted for an older video work featuring chickens and pigeons, which he re-edited. This consists of various footage from chicken shows, competitions and other recordings.

All the footage is shot from the birds’ perspective, at eye level. Dirk finds the idea interesting that everyone has a different artistic sensibility. Some people go to chicken shows and some to art exhibitions.