Öltanklager

1 Nemos

Herkunft: Italien
Instagram: @whoisnemos
Du schaust von oben auf das Kunstwerk. Genauso guckst du auf Tiere, wenn sie im Zoo sind.
Nemos hat beim Malen Musik gehört.
Diese Musik kannst du hier hören.
Hör einen Moment zu. Schau dabei auf das Bild.
Was macht dein Körper?
Möchtest du näher ran?
Oder lieber einen Schritt zurück?
Nemos verwendet oft Rosa, weil die Farbe an Fleisch und Körperlichkeit erinnert. Mit schwarzen Outlines schafft er groteske Formen. Der Titel seiner Arbeit ist „All you can Sh-Eat“. Es handelt sich um ein Wortspiel aus den englischen Worten “Shit” und “Eat”. Nemos will zeigen, dass wir uns mit vielen unnützen und unwichtigen Dingen beschäftigen und das manchmal gar nicht mehr hinterfragen.
Er nimmt gerne gesellschaftspolitische Themen in seinen Werken auf und weist dabei kritisch auf durch Menschen verursachte Missstände hin. Auf die Frage, warum er keine Tiere gewählt hat – die er auch in seinem Portfolio hat – antwortete er, dass der Mensch ebenfalls ein Tier sei. Sein Werk soll an einen Zoo erinnern, in dem die Besuchenden die Kunst ganz ähnlich betrachten wie die Tiere in einem Zoo.
Nemo’S often uses pink because the color evokes flesh, and physicality. He creates grotesque forms using black outlines. The title of his work is “All you can Sh-Eat.” It’s a play on the words “shit” and “eat.” Nemos is thus criticizing a cycle in which the many consume the waste of the few—both figuratively and literally.
He likes to incorporate sociopolitical themes into his work, using them to critically highlight human-caused injustices. When asked why he didn’t choose animals—which he also features in his portfolio—he replied that humans are animals too. His work is meant to evoke a zoo, where visitors view the art in much the same way as animals view it in a zoo.
2 Khalid

Schau dir die Masken an.
Menschen zeigen viele Gesichter.
Manchmal zeigen wir, wie wir uns fühlen.
Manchmal verstecken wir unsere Gefühle.
Welche Maske magst du? Welche fühlt sich fremd an?
Normalerweise malt Khalid mit Pinseln auf Leinwand. Für die ibug hat er zum ersten Mal mit Sprühfarbe gearbeitet. Er arbeitet immer mit vielen verschiedenen Farben. Diese Arbeit bezieht sich auf eine Bilderserie, die er sonst auf der Leinwand malt.
Khalid hat einen Raum ausgewählt, bei dem man durch Generatoren, Maschinen und Ketten die Geschichte der Mühle nachfühlen kann. In der Vorbereitung hat der Künstler versucht, den Ort möglichst genau zu beobachten und versucht, diese Beobachtungen durch sein Werk spürbar zu machen.
Von der Brücke aus sind fünf Masken zu sehen. Sie stehen für unterschiedlichen menschliche Gefühle und die Masken, die wir jeden Tag aufsetzen.
Auf der rechten Seite zeigt Khalid die Verschmelzung von Mensch und Maschine. Maschinen sind heute ein großer Teil unseres Lebens. Wir können ohne sie nicht mehr überleben.
Der Hauptteil ist von der Brücke aus nicht sichtbar. Dort steht: „The Migration of the Soul! The sensation of being out of place. „We live in a time where many people feel a disconnection from their own bodies and existence.“
Auf Deutsch: Die Migration der Seele! Das Gefühl, fehl am Platz zu sein. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen sich fremd in ihrem eigenen Körper und in ihrer Existenz fühlen.
Khalid usually paints with brushes on canvas. For the ibug, he worked with spray paint for the first time. He always works with a wide range of colours. This piece relates to a series of paintings that he usually creates on canvas.
Khalid has chosen a space where, through generators, machines and chains, one can sense the history of the mill. In preparation, the artist sought to observe the location as closely as possible and to make these observations tangible through his work.
Five masks can be seen from the bridge. They represent different human emotions and the masks we put on every day.
On the right-hand side, Khalid depicts the fusion of man and machine. Machines are a major part of our lives today. We can no longer survive without them.
The main part is not visible from the bridge. It reads: “The Migration of the Soul! The sensation of being out of place. ‘We live in a time where many people feel a disconnection from their own bodies and existence.’”
3 Olga & Christoph

Herkunft: Deutschland & Polen
Kannst du dir vorstellen, warum? Was verändert sich, wenn ein Gebäude lange leer steht?
Die Geräusche die zu ihrer Arbeit laufen haben sie selbst aufgenommen.
Welche Geräusche kannst du hören? Was denkst du haben die beiden aufgenommen. Ein kleiner Tipp es ist ganz in der Nähe.
Olga und Christoph sind ein Künstlerkollektiv, das seit drei Jahren international unterwegs ist. Sie nehmen an verschiedenen Residencies und Stipendien teil. Zum Beispiel waren sie im Winter in Schweden am Polarkreis und zuletzt auf einer Insel zwischen Estland und Russland in einer verlassenen Textilfabrik. Die beiden reisen viel und haben sich in Porto kennengelernt.
Sie arbeiten gerne in verlassenen Gebäuden, auch “lost places” genannt, und nutzen diese für ihre Kunst. Oft bleiben sie länger an einem Ort, als nur ein paar Tage. Ihre Technik ist das Projection Mapping. Beim Projection Mapping werden Projektoren verwendet, um unterschiedlich strukturierte Oberflächen gezielt zu beleuchten. Die individuellen Eigenschaften der Oberflächenstruktur sind bereits in der Bildebene des Projektors berücksichtigt. So entstehen visuelle Effekte, die die Formen und Konturen der Objekte betonen und ihnen eine neue Dimension verleihen.
Olga hat Malerei studiert und hat im letzten Jahr zusammen mit Christoph zusammen an Projection Mapping gearbeitet. Sie erstellen Videoaufnahmen von Orten, die Grundlage für ihre visuellen Arbeiten sind. Zuvor haben sie häufig mit Videoinstallationen an Wänden gearbeitet.
In den ersten Tagen suchten sie in und um die Brache nach geeigneten Bildern um diese abzufilmen. Zum Beispiel spiegelt sich die Oberfläche der Elbe von einer Brücke in der Perspektive ihrer Installation. An der Stelle, wo sie arbeiten, sieht man die Wasserkante von zwei Hochwassern, einmal aus dem Jahr 19xx und einmal aus dem Jahr 19xx.
Sie projizieren auf gefundene Metallsiebe und -netze. In der Mühle wurden verschiedene grobe Metallnetze zum Sieben von Futtermitteln verwendet. Sie haben zwei ähnliche Netze, die sie auf der Brache gefunden haben, eingebaut. Es ist das erste Mal, dass sie auf Metall projizieren.
Die Wassergeräusche der Elbe haben sie selbst aufgenommen. Die Idee für ihr Projekt entstand am ersten Dienstag der Kreativwoche während einer Veranstaltung, als Christoph Musik mit Bezug zu Wasser machte. Eine Herausforderung war, dass die Konstruktion für die Installation besonders schwierig anzubringen war.
Olga and Christoph are an artists’ collective who have been touring internationally for three years. They take part in various residencies and fellowship programmes. For example, they spent the winter in Sweden above the Arctic Circle and, most recently, on an island between Estonia and Russia in an abandoned textile factory. The pair travel a great deal and met in Porto.
They enjoy working in abandoned buildings, also known as ‘lost places’, and use these for their art. They often stay in one place for longer than just a few days. Their technique is projection mapping. In projection mapping, projectors are used to illuminate surfaces with different textures in a targeted manner. The individual characteristics of the surface texture are already taken into account in the projector’s image plane. This creates visual effects that emphasise the shapes and contours of the objects and lend them a new dimension.
Olga studied painting and has been working on projection mapping with Christoph over the past year. They create video recordings of locations, which form the basis for their visual works. Previously, they frequently worked with video installations on walls.
In the first few days, they searched in and around the wasteland for suitable scenes to film. For example, the surface of the River Elbe, as seen from a bridge, is reflected in the perspective of their installation.
At the site where they are working, you can see the water marks left by two floods, one from the year 19xx and one from the year 19xx.
They are projecting onto metal sieves and nets they have found. In the mill, various coarse metal nets were used for sifting animal feed. They have incorporated two similar nets that they found on the wasteland. This is the first time they have projected onto metal.
They recorded the sounds of the Elbe themselves. The idea for their project came about on the first Tuesday of Creative Week during an event, when Christoph created music inspired by water. One challenge was that the structure for the installation was particularly difficult to put in place.