1 Dendy Den

Herkunft: Russland

Lebt in: Berlin

Instagram: @dendyden_k

DENDY DEN findet seine Ideen im Alltag.
Eine Form. Eine Linie. Ein Erlebnis.
Später kann daraus ein Bild werden.

Seine Bilder sind wie ein Tagebuch.
Darin sammelt er, was er erlebt und fühlt.

Was hast du heute erlebt?
Was möchtest du davon festhalten?

Als DENDY DEN 18 Jahre alt war, fuhr er in den Westen Russlands. In der Stadt St. Petersburg sah er zum ersten Mal Graffiti. Das hat ihn sehr begeistert. Er hat angefangen, selbst große Bilder an Wände zu malen.

DENDY DEN ist zum ersten Mal bei der ibug dabei. Sein Wand-Bild befindet sich in der Halle am Mühlenhof, in der auch der Markt untergebracht ist. Auf dem Bild sieht man Figuren und andere Formen. Die Figuren wirken so, als ob sie aus der Wand herauskommen. Er benutzte Farben, die er besonders oft für seine Kunst verwendet.

DENDY DEN hat sich seine Wand selbst ausgesucht. Aber das Malen auf der Wand war nicht so einfach. Die Wand war nämlich sehr rau und uneben. Deshalb musste er die Wand zuerst spachteln und glätten. Erst danach konnte er mit dem Malen anfangen.

Wenn DENDY DEN ein großes Bild plant, macht er vorher eine schnelle und einfache Zeichnung auf Papier. Er benutzt aber auch ein Computer-Programm namens „Blender“. Damit plant er seine Figuren in 3D.

Die Ideen für seine Kunst findet er überall im Alltag. Wenn er schöne Linien oder Formen sieht, nutzt er sie später für seine Bilder. Seine Kunstwerke sind für ihn wie ein Tagebuch. In den Bildern hält er fest, was er in seinem Leben gerade erlebt und fühlt.

When DENDY DEN was 18 years old, he travelled to the west of Russia. In the city of St Petersburg, he saw graffiti for the first time. He was really inspired by it. He started painting large pictures on walls himself.

This is DENDY DEN’s first time taking part in ibug. His mural is located in the hall at Mühlenhof, which also houses the market. The mural features figures and other shapes. The figures appear as though they are emerging from the wall. He used colours that he frequently employs in his art.

DENDY DEN chose the wall himself. But painting on the wall wasn’t that easy. The wall was actually very rough and uneven. So he had to fill and smooth the wall first. Only then could he start painting.

When DENDY DEN plans a large mural, he first makes a quick and simple sketch on paper. He also uses a computer programme called ‘Blender’, which he uses to design his figures in 3D.

He finds inspiration for his art everywhere in everyday life. When he sees beautiful lines or shapes, he uses them later in his pictures. His artworks are like a diary to him. Through his pictures, he captures what he is currently experiencing and feeling in his life.

2 Tea Kvar

Herkunft: Kroatien

Lebt in: Deutschland

Instagram: @tea.kvar

Auf dem Bild sind Schweine und große Hunde. 

Die Tiere stehen hier für Menschen.

Manche haben mehr Macht als andere.

Folge den Spuren. Tritt in die Mitte des Raumes.

Stell dir vor: Du bist ein kleines Schaf.

Du stehst vor den großen Hunden, Du stehst vor den mächtigen Schweinen. 

Wie fühlt sich das an?

Tea Kvar arbeitet als Künstlerin und beschäftigt sich mit Illustration und Wandmalerei. Sie hat Kunst studiert und gemerkt, dass sie größer malen wollte, als nur auf kleine Leinwände. So kam sie dazu, Bilder auf Hauswände zu bringen und hat bereits viele Wandgemälde gemalt. Dafür arbeitet sie mit Pinseln, Rollen und Farbe. 

Der Ort wurde ihr vom ibug-Team vorgeschlagen und passte direkt zu ihrer Idee. Tea bemalte dort drei Wände. Zwei Wände haben die gleiche Form. Deshalb konnte sie ihr Motiv spiegeln. Die dritte Wand ist kleiner und höher. Dort musste sie das Motiv an die Wand anpassen. Das war herausfordernd.

Auf die ibug kam sie nur mit einer rohen Idee und nicht bereits mit einer fertigen Skizze. Das ist eigentlich eher untypisch. Außerdem malt sie normalerweise Menschen. Tiere zu malen war eine Neuheit für sie, aber das wollte sie gerne, weil sie findet, dass das Tiermotiv gut zur Geschichte der alten Tierfutterfabrik passt. 

Mit ihrer Arbeit möchte sie eine Bezug zwischen George Orwells „Animal Farm“, dem Pink Floyd Album „Animal“ und dem Mischfutterwerk herstellen. Die Tiere stehen für die Menschen in unserer Gesellschaft: die Schweine sind die Politiker, die Hunde sind die Wohlhabenden, und wir – die Betrachter – werden zu Schafen. 

Tea Kvar arbeitet oft mit gesellschaftlichen Themen und illustriert diese z.B. auch in Magazinen. Oft möchte sie ihre Werke mit einer unterschwelligen, nicht offensichtlichen Ebene ausstatten. 

Vielleicht bemerkt man auch erst auf den zweiten Blick, dass man bei dieser Arbeit zum Schaf geworden ist? 

Tea Kvar works as an artist, specialising in illustration and mural painting. She studied art. During her studies, she realised she wanted to paint on a larger scale. That’s how she came to paint on the walls of houses. She has already created many murals. To do this, she uses brushes, rollers and paint.

The location of her piece was suggested to her by the ibug team and the suggestion fitted in perfectly with her vision. Tea painted three walls. Two of the walls are the same shape, so she was able to mirror her design. The third wall is smaller and taller, so she had to adapt the design to suit it. That was quite a challenge.

She arrived at ibug with just a rough idea, rather than a finished sketch. That’s actually rather unusual. What’s more, she normally paints people. Painting animals was a new experience for her, but she was keen to do so because she feels that the animal motif fits well with the history of the old animal feed factory.

Through her work, she aims to draw a connection between George Orwell’s „Animal Farm“, the Pink Floyd album „Animal“ and the animal feed factory. The animals represent the people in our society: the pigs are the politicians, the dogs are the wealthy, and we – the viewers – become sheep.

Tea Kvar often works with social themes and illustrates these, for example, in magazines. She frequently seeks to imbue her works with a subliminal, non-obvious layer of meaning.

Perhaps it’s only now that you realise you’ve turned into a sheep whilst standing in front of the work?