1 Yessiow

Herkunft: Bali, Indonesien

Instagram: @yessiow

Hier leben viele Vögel. Yessiow ist davon begeistert.

Siehst du Vögel um dich herum?
Den Vogel auf dem Boden?
Den Vogel am Himmel?

Manchmal fliegen Vogel über dich herum. Manchmal schwimmen sie am Fluss.

Yessiow war bereits in Flöha 2022 Teil der ibug. In Vorbereitung auf das Festival hat sie sich die Brache bereits über Satellitenaufnahmen angeschaut und diese Terrasse entdeckt. Da ist die Idee entstanden auf dem Boden zu malen. Das macht sie zwar nicht zum ersten Mal, doch sie hat noch nie so groß gearbeitet. Das ibug-Team ermutigte sie dazu, ihr Design größer als geplant umzusetzen, doch sie hat sich über die neue Herausforderung gefreut. Insgesamt genießt sie die Möglichkeit, erneut bei der ibug mitzumachen, weil sie das Festival dafür schätzt, dass man sowohl den jeweiligen Ort, als auch ganz viele weitere Kunstschaffende tiefer kennenlernen kann.

Das Motiv hat sie gewählt, weil ihr aufgefallen ist, wie viele Vögel auf der Brache und an der angrenzenden Elbe leben. Auch beim Arbeiten und Malen sind immer wieder Vögel über sie hinweg geflogen. Der Character, der auf dem Vogel sitzt, sieht Yessiow zwar ähnlich, das ist aber unbeabsichtigt. Yessiow versteht das Characterdesign auch immer als Spiegelung der Kunstschaffenden, weshalb ihre Character ihr häufig ähnlich sehen.

Yessiow had already taken part in ibug in Flöha in 2022. Whilst preparing for the festival, she had already looked at the wasteland on satellite images and spotted this terrace. That’s where the idea of painting on the ground came from. Although this isn’t the first time she’s done this, she has never worked on such a large scale before. The ibug team encouraged her to make her design bigger than planned, but she was delighted to take on the new challenge. Overall, she is enjoying the opportunity to take part in ibug again, as she values the festival for the chance it offers to get to know both the specific location and lots of other artists more deeply.

She chose this motif because she noticed how many birds live on the fallow land and along the neighbouring River Elbe. Even whilst she was working and painting, birds kept flying overhead. Although the character sitting on the bird bears a resemblance to Yessiow, this was unintentional. Yessiow sees character design as a reflection of the artists themselves, which is why her characters often resemble her.

2 Cécile Jaillard

Herkunft: Frankreich

Instagram: @cecilejaillard

Vögel sprechen miteinander. Wir verstehen ihre Sprache nicht.

Vielleicht hören wir nicht genau genug hin.

Schließe kurz die Augen.
Welche Geräusche hörst du?

Was erzählen sie dir?

Cécile war bereits im letzten Jahr auf der ibug in Chemnitz dabei. Sie arbeitet mit Zeitungspapier auf Rollen und macht daraus Paste-ups. Das Papier legt sie dabei auf möglichst glattem Boden aus. Dann bemalt sie es und klebt es wie eine Tapete an die Wand.

An der Außenfassade der Elbterrasse hat Cécile ein großes Paste-Up angebracht, das etwa zehn Meter hoch ist. Darauf sind Menschen und Vögel zu sehen. Diese Motive hat sie erst vor kurzem für sich selbst entwickelt.

Sie sagt, es war schön, einfach zu experimentieren, weil es kein Auftrag war. Sonst macht sie fast nur Auftragsarbeiten. Der Vogel steht als Symbol für den Moment. Die beiden Vögel unterhalten sich in einer Sprache, die wir nicht verstehen können. Es ist wie eine Art Geheimsprache oder ein Vokabular aus ihren eigenen Formen.

Cécile mag die Balance zwischen Schwarz und Weiß. Sie experimentiert gerne mit Linien und Kompositionen. Sie macht immer wieder etwas Neues und benutzt die Formen vom letzten Jahr, aber in einem neuen Stil. Die Muster in den Vögeln und den Menschen sind sich ähnlich. Das soll zeigen: Wir sind alle aus demselben Material gemacht.

Cécile mag die Vorstellung, dass Vögel eine eigene Sprache haben. Eine Sprache, die wir nicht wertschätzen. Diese Sprache wird verloren gehen, wenn wir die Vögel ausrotten.

Cécile took part in the ibug in Chemnitz last year as well. She works with newspaper on rolls, using it to create paste-ups. She lays the paper out on as smooth a surface as possible. She then paints it and sticks it to the wall like wallpaper.

Cécile has installed a large paste-up on the exterior façade of the Elbterrasse, which is about ten metres high. It depicts people and birds. She only recently developed these motifs for herself.

She says it was lovely just to experiment, because it wasn’t a commission. Otherwise, she almost exclusively does commissioned work. The bird symbolises the moment. The two birds are conversing in a language we cannot understand. It’s like a kind of secret language or a vocabulary made up of her own forms.

Cécile likes the balance between black and white. She enjoys experimenting with lines and compositions. She is constantly creating something new and uses the shapes from last year, but in a new style. The patterns in the birds and the people are similar. This is meant to show that we are all made of the same material.

Cécile likes the idea that birds have a language of their own – a language we do not value. This language will be lost if we wipe out the birds.