• Artikelbild 2012
  • Artikelbild-2011
  • Artikelbild-2010
  • Artikelbild-2009
  • Artikelbild-2008
30. Apr
2013

Statements und Storys gesucht! 0

2013 wird es Dank Jan Thau, Zone56, Tasso und Patzon zur 8ten IBUg eine gedrucktes Pamphlet über die IBUg in Heftform geben. In diesem Heft, das später auch in natürlich noch geilerer Form als Buch rauskommen soll, wird es um 8 Jahre IBUg, 8 Jahre Kunst, Spass, Wahnsinn und ne Menge Lackdämpfe gehen.

Dazu benötigen Wir Eure Hilfe in geschriebener Form an maxi.kretzschmar@ibug-art.de:
1. Erzählt uns Eure Storys von der IBUg! Wir suchen nach kurzen, originellen Geschichten, die Euch als Künstler/Innen auf der IBUg passiert sind. Ist Euch eine Ernst-Thälmann-Statue auf den Fuß gefallen, habt Ihr die Fassade der Kreissparkasse Meerane ganz versehentlich zugemalt oder hat Euch ein Kamerateam die Installation zertrampelt? Dann immer her damit! Ob kurios, finster oder einfach nur peinlich, wir nehmen (fast) alles! Wichtig ist nur, das es relativ kurz (ca. 250 Wörter wenn möglich) und verständlich geschrieben ist.
2. Beantwortet uns in maximal 40 Wörtern folgende Frage:
“Was ist für Dich die IBUg?”

Also, wer sich den ewigen Fame im Himmel der IBUg (bzw. dem profanen Papiergegenstück) sichern will: Schreibt was das Zeug hält! Bitte möglichst digital, Versandkosten für beschriebene Mauerstücke werden nicht übernommen! Danke Euch erst mal!

13. Nov
2012

Die Dokumentation zur IBUg 2012 0

5:41 Minuten mit Impressionen von der IBUg 2012 in Glauchau. Mehr als 70 Künstler aus ganz Europa (Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Schottland und Argenitinien) haben im Sommer zum siebenten Mal eine Industriebrache umgestaltet. Nach einer einwöchigen Kreativphase präsentierte sich der alte Schlachthof als beeindruckendes Gesamtkunstwerk und zeigte das gesamte Spektrum der modernen Kunst von Graffiti und Wandmalerei über originelle Raumkonzepte, Objekte und Installationen bis hin zu Videoanimationen und multimedialen Performances. Fast 5000 Besuchern erlebten an drei Tagen die Ergebnisse der Arbeit zusammen mit einem bunten Rahmenprogramm aus Kurzfilmen, Vorträgen, Diskussionen, Führungen über das Areal, einem Kunstmarkt, Modenschauen und Musik…

3. Sep
2012

IBUg 2012 is over now! 1

Mit neuem Besucherrekord und unglaublicher kreativer Energie ging die IBUg am Sonntag zu Ende und der Schlachthof erstrahlt in neuem Kunstlicht. Das geht nicht ohne ein tolles Team, Helfer und Unterstützer.

An erster Stelle danken wir unserem Vororthelferteam, ohne das die IBUg nicht möglich wäre:
Zone, Jan, Silvio und Okle (the lions of our slaughterhouse), Lies, Sue, Annegret und Elisa, Hemmi (the material boy), Volkmar und Ronny (die Gourmet-Köche), Coco, Julia und Markus (educate-team), Rafa und co (Bewegtbildprofis), Petra (Star-Modistin), Sascha, Christiane und Flamat (Marktschreier), Daniel Schneider (The Grillmaster), Felix, Flo, Konrad, Martin (die Elektroboys für´s Technische und Musikalische), Frank (der Kneipier), Shortee (Website), Conny und Desiree (Fotografie) und den ganzen anderen Verrückten, die jedes Jahr helfen, ein tolles Projekt auf die Beine zu stellen. DANKE!

Besonderer Dank gilt:
Herr Heerdegen, Herr Dahlberg und Frau Krauß von der Stadtverwaltung Glauchau, auf immer und ewig der Stadtverwaltung Meerane one love, Silvio und Frau Benkesser für all die bunten Farben, der Glückauf Brauerei und Rebelzer für das IBUg-Bier, dem Kulturtragwerk für die Trägerschaft, der Distillery und dem Loungeclub für den technischen Support, Nadja für die Flügel, Loomit für Deine jahrelange Unterstützung, Akim für Dein Vertrauen (all for Campus) und allen Künstlern, die uns Jahr für Jahr vertrauen, wir lieben Euch!

Ach wenn doch immer Kirmes wär’ – Das Konglomerat auf der IBUg 2012

31. Aug
2012

Der Plan für´s Wochenende 0

Heute 15.00 Uhr öffnete das Gelände der diesjährigen IBUg im Schlachthof Glauchau ihre Tore. Morgen geht es um 10.00 Uhr los, das Programm läuft bis 20.00 Uhr und 22.00 startet die Party. Zur besseren Orientierung gibt es einen  Lageplan.

10.00 Festival + Markt

11.00 Tour

Studierende der Universität Leipzig führen durch den Schlachthof und geben Einblicke in die Geschichte des Ortes und in die Urban Culture-Welt der IBUg-Künstler.

12.00 Kino
Was bietet das Internet an filmischem Material zu den Themen: Umgestaltung mit Spraydose, Marker, Licht, Aufklebern, Installationen usw.? Das Programm zeigt kurze Filme aus aller Welt über und mit Graffiti, Streetart, Urban Art und der IBUg.

13.00 Tour
Studierende der Universität Leipzig führen durch den Schlachthof und geben Einblicke in die Geschichte des Ortes und in die Urban Culture-Welt der IBUg-Künstler.

14.00 – 17.00 Lectures
Referent: Bond TruLuv (Göttingen), www.truluv.de
Graffiti Asien: Delhi Vs. Yogjakarta

Der bilderreiche Vortrag gibt einen Einblick in zwei besonders prägnante Szenen der Graffitikultur Südostasiens. Akteure, Charakteristiken und Entwicklungen aus Graffitiszenen der beiden Städte Dehli/Indien und Yogjakarta/Indonesien werden in Wort und Bild vorgestellt. Der Referent “Bond” hat selbst als aktiver Writer einige Jahre an beiden Orten verbracht und versteht sich als subkultureller Botschafter mit besonderer Perspektive auf die fremden Kulturen.

Referent: Manuel Gerullis (Wiesbaden), http://meetingofstyles.com/
Meeting of Styles

1997 als Int. Wall Street Meeting zum Erhalt des Schlachthofes Wiesbaden ins Leben gerufen, zog das Meeting nach dem Abriss der weltweit bekannten Graffiti-Hall-Of-Fame in die Welt hinaus und genießt heute als Int. Meeting Of Styles weltweite Bekanntheit. Der Begründer des Meetings, Manuel Gerullis, beleuchtet in seinem Beitrag die Hintergünde, die zur Entstehung des Meetings führten, bietet Einblicke in die weitere Entwicklung des Schlachthof-Areals in Wiesbaden und des Meetings weltweit und macht anhand von Fotos und Erzählungen das MoS auf dem IBUg Schlachthof lebendig.

Referent: Dr. Patrick Gau (Dortmund), www.graffitianwalt.de
Let´s get ready to rumble!

2005: Das Graffitibekämpfungsgesetz tritt in Kraft und Graffiti wird erneut kriminalisiert. Gleichzeitig wird im „Mannesmann-Prozess“ vor dem Landgericht Düsseldorf das Verfahren gegen den Angeklagten Ackermann wegen „Geringfügigkeit“ eingestellt, der der Anklage zu Folge 58 Millionen Euro veruntreut haben soll.
Was geht in diesem Land vor, in dem mit zweierlei Maß gemessen wird? Ist das Aussehen eines Gegenstandes wirklich wichtiger als die Freiheit eines Menschen? In dem Vortrag wird die Entwicklung der Sprayerverfolgung in den letzten 5 Jahren anhand von komischen und tragischen Anekdoten skizziert.

15.00 Tour
Studierende der Universität Leipzig führen durch den Schlachthof und geben Einblicke in die Geschichte des Ortes und in die Urban Culture-Welt der IBUg-Künstler.

17.00 Modenschau
Die IBUg-Hofschneiederin Petra Lorenz präsentiert urbane Kleidung und Accessoires im und für den IBUg Schlachthof.

18.00 Kino
Was bietet das Internet an filmischem Material zu den Themen: Umgestaltung mit Spraydose, Marker, Licht, Aufklebern, Installationen usw.? Das Programm zeigt kurze Filme aus aller Welt über und mit Graffiti, Streetart, Urban Art und der IBUg.

20.00 Ende

22.00 Party ROYAL
Der Soundtrack zur IBUg 2012! IBUg your life and get together!

Have a look: http://www.facebook.com/events/160135910788989/

17. Aug
2012

Das Programmheft ist da! 1

Dank unserem Super-Grafiker Carsten Kinder ist unser Programmheft fertig und im Druck. Carsten hat aus den vielen Figuren der letzten Jahre neue gebaut wie bei einem Puzzle, wo nix zusammen passt oder auch bei diesem lustigen Kinderspiel, wo ein Blatt Papier in 4 Teile geteilt im Kreis rum gehen und beim 1. Step der Kopf gezeichnet wird, beim 2. der Operkörper, beim 3. der Unterkörper und schlussendlich die Beine. Carsten meinte, dass sei sein Beitrag zur IBUg, wir finden, das ist schon jetzt einer der Besten, vielen Dank!
Unser Programm konnten wir dieses Jahr um ein paar Punkte ausbauen, wir sind gespannt, ob es Euch gefällt!? Beispielsweise gibt es ab 24. August in unserer Kneipe aka Slaughterhouse Pub täglich ab 18:00 Uhr Musik von unseren Freunden, am 24. zum Grand Opening jedoch wollen wir Geschichten vom Schlachthof von Euch, Euren Eltern, Tanten und Onkels, Omas und Opas, also bringt sie mit!
Während des Festivals vom 31. August bis 2. September 2012 bieten wir mehrmals täglich Touren durch´s Gelände an, es gibt Vorträge von Manuel vom MoS, Graffitianwalt Dr. Gau plaudert aus dem Nähkästchen, Bond nimmt Euch mit auf eine Reise nach China und mit Profis diskutieren wir die Frage “industriebrachenumgestaltung ja, aber wie?” Aus den letzten Jahren haben wir das Kino, die Modenschau und -natürlich- die Party mitgenommen und auf 2012 getuned! Lange Rede, kurzer Sinn: Wir freuen uns!

16. Aug
2012

Fünf Fragen an Quintessenz Creation 0

Quintessenz Creation ist eine Formation aus kreativen Köpfen, die seit 2008 als künstlerisch-gestalterisches Kollektiv freie, gestaltungsbezogene und wissenschaftliche Arbeiten erstellt. Die Mitglieder schicken den Betrachter auf unkonventionelle Weise auf eine Reise in eine Welt der Ästhetik. Die Schwerpunkte liegen auf Illustration und Grafik, die sie auch überdimensional anwenden. Gleichzeitig arbeiten sie oft und gerne mit Bewegtbildern, und erwecken ihre grafischen Formen so zum Leben. So geschehen beim Arte.Creative-Hit “Color my Kingdom”, das letztes Jahr auf der IBUg entstanden ist. quintessenz-creation.com

Wir haben ihnen 5 Fragen gestellt:

Ihr seid in diesem Jahr zum zweiten Mal bei der IBUg.  Was reizt euch persönlich an diesem Event?

Das Event wird einfach mit viel Herz organisiert. Das merkt man als Gast definitiv. Es ist für uns als Quintessenz eine schöne Möglichkeit, gemeinsam ohne Druck von außen eine Woche kontinuierlich an einer Sache zu arbeiten. Man befindet sich während der IBUg auf einer Art Insel, die man für diese Schaffensphase körperlich und gedanklich nicht verlässt. Für uns ist es gleichzeitig ein gemeinsamer unkonventioneller Urlaub. Natürlich geht hiermit auch ein großer Dank an das IBUg Team raus!

Im vergangenen Jahr habt ihr auf der IBUg den Stop-Motion-Experimentalfilm “Color MY Kingdom” gedreht, der u.a. bei ARTE Creative lange zu den meist gesehenen Clips gehörte. Was können wir in diesem Jahr von euch erwarten? Habt ihr ein Konzept oder lasst ihr euch vor Ort inspirieren?

Wir hatten letztes Jahr ein grobes Konzept für unseren Stop-Motion-Film, als wir dann in Meerane angekommen sind, haben wir dieses verworfen, da wir so gar nicht auf die Räumlichkeiten und die Umgebung eingehen konnten. Im Endeffekt haben wir spontan mit den Umständen und den Räumlichkeiten gearbeitet, womit wir auch definitiv zufrieden sind. Dieses Jahr, haben wir einige Ideen, allerdings lassen wir wieder die Umstände und Gegebenheiten entscheiden, das macht am meisten Spaß und lässt viel mehr zu. Allerdings können dieses Jahr nur 3 von uns kommen, der andere Teil muss die Stellung halten, somit wird auch das Endprodukt etwas kleiner ausfallen, aber es gibt auch weniger Diskussionen :)

Welchen Stellenwert haben eurer Meinung nach Projekte wie die IBUg für die Entwicklung von urbaner Kunst bzw. Kunst im Allgemeinen?

Sehr viel, wenn man sieht wie die Aufmerksamkeit zur IBUG in den letzten Jahren gestiegen ist. Mittlerweile ist der Name IBUg in der Szene und sogar außerhalb ein Begriff. Es wertet auf jeden Fall Gegenden auf, über die schon lange nicht mehr gesprochen wurde. Sicherlich werden solche Projekte Einfluss auf die Urbane Kunst haben, nur wie das aussieht und wie lange sich der Trend um die Streetartkultur weiter dreht, ist schwer zu sagen. Die Urbane Kunst nimmt immer wieder neue Formen an, es geht schon lange nicht mehr um Stencils und Sticker. Fast täglich sieht man im Internet neue Wege, wie die Urbane Kunst interpretiert wird. Somit könnte man Projekte wie die IBUg als Experimentierwerkstatt oder Versuchslabor sehen. Die IBUg ist auch nochmal was ganz anderes als die typischen Wallpainting-Events, welche schön sind aber wenig Platz zum Rumsauen und Experimentieren lassen.

Streetart hat in den vergangenen Jahren einen stets größer werdenden Einfluss auf die urbane Kultur, das Stadtbild, Mode, Lifestyle usw. ausgeübt. Dennoch wird sie in der breiten Öffentlichkeit noch immer nicht als Kunst anerkannt. Woran liegt das?

Das liegt daran, dass Streetart tatsächlich die breite Masse erreicht, vom Kleinkind über den Müllmann bis zur Oma. Das ist wahrscheinlich das Problem, zu viele Leute finden Streetart schön und darum geht es nun mal nicht in der Kunst. Streetart ist oft oder meistens dekorativ. Das ist aber auch gut so, da es auf der Straße passiert und eben viele Leute erreichen soll. Sicherlich wird es einige Verfechter aus der Streetart-Szene geben, die den Weg in die Kunst finden. Dazu gibt es auch schon lebende Beweise.

Ihr selbst setzt als kreatives Kollektiv auch Auftragsarbeiten um, bietet als Agentur ein breites Spektrum an Leistungen zwischen Film, Grafik, Animation, Installation, Illustration und Werbung. Wie gelingt es euch, das Geschäft und die Ansprüche eurer Kunden mit euren eigenen künstlerischen Ansprüchen zu vereinen?

Gute Frage :) Dieser Spagat ist wohl der tiefste, den wir zurzeit machen müssen. Wir wollen uns nicht in die typische Form einer Agentur pressen lassen, das sind wir nicht und wollen wir auf keinen Fall sein. Wir sind aber auch kein Kollektiv, dieser Ausdruck hört sich in unseren Ohren so dahin geschmissen an, Kollektiv hört sich so an, als wenn man mal zusammenkommt, was zusammen schafft und dann wieder jeder sein eigenes Ding macht. Wir sind eine Crew, die ein Ziel verfolgt, vielleicht sind wir Künstler, vielleicht eine Kreativwerkstatt, vielleicht aber auch nur eine resozialisierte Graffiticrew :) Unser Ziel ist es, unseren Stil so zu schärfen, dass eventuelle Kunden und Projektpartner gar nix anderes haben wollen als uns und unseren Stil. Das ist schwierig und wird noch eine Weile dauern, aber wir glauben, dass dieser idealistische Weg der glücklichere ist, für uns und jeden Menschen der mit uns arbeiten muss :) Wir freuen uns auf die Zukunft als Menschen, die ihre Kreativität ausleben können – ohne große Kompromisse eingehen zu müssen.

Fünf Fragen an THREEHOUSE 0

THREEHOUSE ist ein junges Künstlerkollektiv aus Leipzig. Die Miglieder arbeiten sowohl als freie Künstler als auch im angewandten Bereich. Letztes Jahr waren sie erstmals auf der IBUg, nachdem wir sie bei der Stroke.Edition in Leipzig kennen gelernt haben. Dieses Jahr waren sie zum Betriebsausflug in Hamburg “IBUg <3 Gängeviertel” und haben in Leipzig das “Betriebssystem LeHH” mitentwickelt – Beides IBUg on Tour-Projekte. Beim Voting für die Artistlist 2012 hatten sie die meisten Stimmen von unserem Team erhalten und können fortan mit Fug und Recht im Kreis unserer Lieblinge genannt werden. www.threehouse.de

Wir haben Ihnen 5 Fragen gestellt:

THREEHOUSE, ihr wart bereits 2011 bei der IBUg zu Gast. Was waren eure Erfahrungen?

Viele Künstler, viele neue Gesichter und Ansichten, einige neugewonnene Freunde. In der Zeit der IBUg und im Nachhinein haben sich einige unserer Einstellungen geschärft, einige gefestigt, andere verändert. Jedenfalls: wir freuen uns alle, dass wir dieses Jahr wieder dabei sind.

Die IBUg gibt den Künstlern keine Themen und auch kein Motto vor. Lediglich die Einbeziehung der Architektur in das künstlerische Werk wird erwartet. Habt ihr eine feste Idee, mit der ihr diesmal anreist oder lasst ihr euch vor Ort inspirieren?

Wir werden zum Thema Kuba arbeiten. Das hat im wesentlichen drei Gründe. Erstens war einer von uns gerade eine Weile dort; Wenn wir zusammen dazu arbeiten, können wir das später zusammen besser nachvollziehen, außerdem haben wir so alle eine schön unterschiedliche Vorbildung. Zweitens ist in Kuba diese Jahr viel passiert, ein System, dass sich krass von unserem Unterscheidet, dennoch irgendwie in unserer Geschichte und in unseren Träumen drin ist, verändert sich – auf der Basis können wir uns auch gut mit unserem System und Alltag auseinandersetzen. Drittens hat Kuba schon immer eine eigene Schönheit mit vielen einzigartigen Merkmalen, das reizt uns.

Auf welche Künstler freut ihr euch am meisten? Oder wen würdet ihr gerne mal auf der IBUg sehen?

Es geht nicht um das Zeug was die Anderen um uns herum machen, wir werden nicht von der IBUg gehen und malen wie jemand anderes. Uns ist wichtig herauszufinden, warum Leute das machen, was sie machen; Und die Ernsthaftigkeit, mit der sie ihre Sache betreiben. Beides werden wir nur mitbekommen, wenn wir mit den Leuten reden und uns mit ihnen verstehen. Das sind auch die Erfahrungen auf die wir uns freuen und die wir letztes Jahr hatten. Andy Warhol wäre nett.

Der Kunstbetrieb in Deutschland ist nach wie vor sehr elitär. Namen und Hochschulabschlüsse zählen oft noch mehr als Kompetenz und Originalität. Welcher Stellenwert oder welche Funktion hat Streetart eurer Meinung nach?

Wir stehen nicht hinter dem Gedanken eines elitären Kunstbetriebs, aber wir sehen das auch nicht so, wie es in der Frage dargestellt wird. Dennoch: durch die Beschäftigung von mehr Menschen mit Kunst, egal ob durch Urban- oder Streetart, unsertwegen auch durch Graffiti, hat sich die Kulturlandschaft aufgelockert.

In Leipzig werden Streetart und insbesondere Graffiti eher kontrovers diskutiert. Vor allem wegen dem “Graffiti-Krieg” zwischen den Radicals und der ORG Crew. Welchen Einfluss hat das auf die Wahrnehmung urbaner Kunst in der Stadt und auf eure eigene Arbeit?

Für uns: Keine. Wir gehen sprühen so wie früher. Dieses Radicals und ORG Ding ist interessant, wir verfolgen das, aber es beeinflusst uns nicht. Was unserer Arbeiten angeht, die sich vom eigentlichen Graffiti schon lange wegentwickelt haben, hat das keine Einfluss. Auf der Straße machen wir zurzeit keine Streetart – wir machen Graffiti.

Für die Anderen: Sprühdose und Graffiti-Ästhetik ist in Leipzig, Halle und Dresden schon lange in der bildenden Kunst angekommen. In anderen Städten auch, sicherlich. Graffiti hat schon lange z.B. Leipzig in seiner Erscheinung geprägt, das ändert sich jetzt auch nicht, wir hatten schon immer viele Jungs die viel Graffiti gemacht haben. Die großen Diskussionen sind irgendwie auch schon vorbei. Was solche Sachen wie illegale Paste-Up und Cut-Outs betrifft – keine Ahnung, das wäre jetzt zu weit aus dem Fenster gelehnt.