Der Veranstaltungsort der IBUg 2012
Der alte Schlachthof Glauchau wurde 1896 als städtische Einrichtung in Betrieb genommen. 1928 wurden in Glauchau 1.732 Rinder, 9.086 Schweine, 3.926 Kälber, 1.447 Schafe, 762 Ziegen, 134 Pferde und 4 Hunde geschlachtet. Der Fleischverbrauch lag bei 2 Pfund je Einwohner in der Woche.
Im Turm befand sich der Wasserbehälter, das Kühlhaus wurde mit selbst erzeugtem Strom betrieben und das Gelände war direkt an den Bahnhof angeschlossen. Seither erfuhr der Schlachthof häufige Erweiterungen und Umbauten, aus denen schließlich die Gaststätte “Schlachthofschänke” und Wohnungen hervor gingen. Nach der Wende war 1994 die Privatisierung abgeschlossen, unmittelbar danach wurde die Produktion eingestellt, der Schlachthof ging wieder in kommunalen Besitz über, stand 2002 erfolglos zum Verkauf und wurde seit 2006 als Ausbildungsgelände der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge genutzt.
Zur IBUg dient der Schlachthof den Künstlern als Spielwiese, Baustelle und Leinwand gleichermaßen.